HELPads





EMPA: Erste Feldmessungen von Lachgasisotopen




Pressemitteilung





Pressetitel

EMPA: Erste Feldmessungen von Lachgasisotopen

Autor/Erfasser/Quelle

EMPA

Publikationsdatum

05.12.2019

Firmenporträt

Firmenporträt EMPA


- - - - - - - - - - START HELP.CH - PRESSEMITTEILUNG - - - - - - - - - -

05.12.2019, Dank eines neu entwickelten Laserspektrometers können Empa-Forschende erstmals aufzeigen, welche Prozesse im Grasland zu Lachgasemissionen führen. Ziel ist es, durch ein besseres Verständnis der in den Böden ablaufenden Prozesse die Emissionen dieses potenten Treibhausgases zu verringern.


Lachgas (N2O) ist eines der wichtigsten Treibhausgase. In der Atmosphäre kommt es zwar deutlich seltener vor als Kohlendioxid (CO2), ist aber rund 300-mal so klimaschädlich. Lachgas verbleibt mehr als 100 Jahre in der Atmosphäre und trägt dort zur Erderwärmung bei. Zudem schädigt Lachgas die Ozonschicht. Die grösste Emissionsquelle von Lachgas sind Böden – insbesondere gedüngte, aber auch naturbelassene.

Forschende weltweit suchen nach Wegen, um Lachgasemissionen zu verringern. Doch die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. «Man weiss zwar, dass beispielsweise nach dem Düngen oder nach Regenfällen mehr Lachgas aus dem Boden entweicht.

Aber welche Prozesse im Boden genau ablaufen, ist noch wenig erforscht», sagt der Empa- Emissions- und Isotopenforscher Joachim Mohn.

Erste Messungen über Grasland
Empa-Forschende haben daher ein Laserspektrometer entwickelt, mit dem im Feld äusserst präzise Messungen möglich sind. «Man sieht genau, welche Isotopenzusammensetzung das gemessene Lachgas hat. Also beispielsweise, ob das Stickstoffatom mit einem zusätzlichen Neutron in der Mitte des Moleküls oder aber am Rand sitzt», erklärt Mohn.

Die spezifische Bestimmung der Isotope lasse Rückschlüsse auf die Entstehungsprozesse des Lachgases zu. «Ausserdem kann mit den Isotopenmessungen abgeschätzt werden, inwieweit das schädliche Lachgas im Boden zu unschädlichem Stickstoff abgebaut wird.»

Lachgas bildet sich bei verschiedenen mikrobiellen Prozessen. Es kann als Nebenprodukt der Nitrifikation und als Zwischenprodukt bei der Denitrifikation entstehen. Bei der Nitrifikation wird Ammonium, etwa aus Dünger, zu Nitrat oxidiert. Bei der Denitrifikation wird Nitrat in Stickstoff umgewandelt.

«Die Empa, aber auch andere Forschungseinrichtungen, untersuchen, welcher biochemische Prozess in einem Bakterium bevorzugt welches Lachgas-Isotop bildet», so Mohn (s. Box). Aufbauend auf diesen Erkenntnissen haben Empa-Forschende gemeinsam mit Wissenschaftlern der ETH Zürich und des Karlsruher Instituts für Technologie über mehrere Monate in Bayern mehr als 600 Laserspektrometer-Messungen über Grasland durchgeführt und so die Isotopenzusammensetzung des emittierten Lachgases analysiert.

Gleichzeitig haben die Forschenden Einflussgrössen wie die Feuchtigkeit des Bodens, Nährstoffgehalte, Lufttemperatur, Windgeschwindigkeiten und den Zeitpunkt von Niederschlägen und Düngungen aufgezeichnet. Ein Novum, wie Joachim Mohn erklärt: «Über einem Boden kontinuierlich zu messen, war mit den bisherigen massenspektrometrischen Messgeräten schlicht unmöglich.

Dank unseres neuen Geräts können wir nun hochpräzise Messungen im Feld durchführen und die so erhaltenen Ergebnisse, etwa von Grasland, mit denjenigen aus dem Labor vergleichen.»

Die Forschenden überprüfen nun mit den ersten Feldmessungen, ob bisherige Emissionsmodelle gute Vorhersagen erlauben oder wie sie allenfalls verbessert werden können. Mohn: «Bisher konnte man nur sagen, ob ein Modell zur Prognose der Lachgasemission den Zeitpunkt und die Menge richtig widergibt.

Bestimmt man dazu noch die Isotopensignatur, dann weiss man auch gleich, ob das Modell die Entstehungsprozesse für Lachgas richtig voraussagt.»

Dies sei ein enorm wichtiger Schritt für die Lachgasforschung, sagt der Empa-Forscher. «Das Fernziel ist, die Lachgasemissionen aus natürlichen und landwirtschaftlich genutzten Böden zu reduzieren.» Bis dahin sei es allerdings noch ein weiter Weg. «Aber einen ersten Meilenstein haben wir nun immerhin erreicht», so Mohn.


Medienkontakt:
EMPA
Dr. Michael Hagmann
058 765 45 92
redaktion@empa.ch



Über EMPA

Die Empa ist das interdisziplinäre Forschungsinstitut des ETH-Bereichs für Materialwissenschaften und Technologieentwicklung. Als Brücke zwischen Forschung und Praxis erarbeitet sie Lösungen für die vorrangigen Herausforderungen von Industrie und Gesellschaft.

Indem die Empa Forschungsergebnisse dank effizientem Technologietransfer gemeinsam mit Industriepartnern in marktfähige Innovationen umwandelt, trägt sie massgeblich dazu bei, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft zu stärken getreu ihrem Motto: «Empa - The Place where Innovation Starts»

Unsere Vision ist ebenso einfach und gradlinig wie ehrgeizig. Sie ist eine Art Fixstern, der uns die Richtung weist und uns zeigt, wonach wir streben sollten. Diese Vision ist der Anspruch, dem viele, um nicht zu sagen alle unsere Aktivitäten genügen müssen.

Um die zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen und dafür zukunftsfähige Lösungen zu konzipieren, sind Fortschritte in Wissenschaft und Technik absolut zentral. Die Empa stellt sich der Aufgabe, Wege in eine lebenswerte Zukunft für künftige Generationen aufzuzeigen und zu entwickeln.



- - - - - - - - - - ENDE HELP.CH - PRESSEMITTEILUNG - - - - - - - - - -

Quelle: EMPA | Publiziert am 05.12.19 | Aktualisiert um 11:50 Uhr


Weitere Informationen und Links:

 EMPA (Firmenporträt)
 Artikel 'EMPA: Erste Feldmessungen von ...'auf Swiss-Press.com
 Weitere Nachrichten der Branche





Aktuelles Wetter in Zürich
Jahresergebnis 2019 der BLS BLS AG, 08.04.2020
HEV Schweiz: Generelle Mietzinsvorgaben sind nicht praxisgerecht und schaffen neue Probleme HEV Hauseigentümerverband Schweiz, 08.04.2020
3T Supplies AG: Preisgünstiges Desinfektionsmittel von Peach 3T Supplies AG, 08.04.2020

01:40 Uhr SF Tagesschau
Kein Durchbruch bei Corona-Rettungspaket der EU »


23:02 Uhr Cash Wirtschaft
Erholung an US-Börsen stoppt - Ölpreisrutsch verunsichert »


22:42 Uhr Espace Wirtschaft
Nord und Süd suchen Kompromiss »


20:32 Uhr NZZ
Wenn das Parlament eingreift, wird es für den Bund wohl noch ... »


17:11 Uhr Computerworld
Neue CEOs bei IBM und Red Hat »


Hohes C Multivitaminsaft
CHF 8.85 statt 17.70
Denner AG    Denner AG
Pulpo ganz, MSC, aus Wildfang, Nordostatlantik, in Bedienung, per 100 g
CHF 1.85 statt 3.70
Coop-Gruppe Genossenschaft    Coop-Gruppe Genossenschaft
Cif Reinigungsmittel Crème Citrus
CHF 5.80 statt 11.90
Denner AG    Denner AG
Coop Pazifische Dorschfilets, MSC, tiefgekühlt, 1,2 kg
CHF 12.95 statt 25.90
Coop-Gruppe Genossenschaft    Coop-Gruppe Genossenschaft
Denner BBQ Grillschüblig
CHF 4.95 statt 9.90
Denner AG    Denner AG
Denner Lachsfilet
CHF 6.65 statt 13.30
Denner AG    Denner AG
Alle Aktionen »
Stoffgeschäft, Stoff, Nähkurse
websolutions, webdesign, grafikarbeiten, marketing, it unterstützung,
Business Center, Finanzbuchhaltungen, Personaladministration, Steuerberatung
Indach, Aufdach, Fassaden-Anlagen, Solar Anlagen, Montage
Flachdach, Terrassensanierung, Solaranlagen, Spenglerei
Firmenverkäufe, Nachfolgeregelung, Unternehmensbewertungen
Behindertenbetr: Bäckerei, Werkstatt, Gastro, Werken, Schreiner, Wartung, Gärtner, Wäscherei, Wohnen
Sattlermeister, Polstermöbeln, Möbel, Designerpolstermöbel
Heizöl, Brennstoffe
Alle Inserate »

2
4
11
19
27
31
3

Nächster Jackpot: CHF 35'800'000


4
5
14
33
48
7
12

Nächster Jackpot: CHF 55'000'000


Aktueller Jackpot: CHF 1'059'793


Untitled


Abonnieren Sie unseren News­letter



Newsletter