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59 Prozent der Bevölkerung nehmen in ihrer Region Wohnungsnot wahr – doch gleichzeitig werden bauliche Massnahmen zur Schaffung von mehr Wohnraum abgelehnt. Das zeigt eine repräsentative Comparis-Umfrage. Besonders Frauen sagen klar Nein zu höheren Gebäuden, dichterem Bauen und neuen Bauzonen. «Die Schweiz steckt im Dilemma: Die Wohnungsnot wird breit empfunden. Aber politisch und gesellschaftlich werden realistische Lösungen blockiert», sagt Comparis- Immobilienexperte Harry Büsser. Eine politische Schneise zu mehr Wohnraum gebe es über höhere Gebäude in den Städten.
Das Januarloch ist mehr als eine Mär. Gut ein Drittel der Erwachsenen in der Schweiz spürt Anfang Jahr eine Verschlechterung der Finanzlage gegenüber anderen Monaten. Das zeigt eine repräsentative Comparis-Befragung. 35 Prozent geben im Januar weniger Geld aus als sonst. Schuld am Januarloch sind meist nicht teure Weihnachtsgeschenke, sondern hohe Rechnungen, die zu Jahresbeginn ins Haus flattern. «Das eigene Portemonnaie wird schmäler, und die persönlichen Finanzen rücken stärker in den Fokus – ebenso die guten Vorsätze. Entsprechend reduzieren viele ihre Ausgaben im Januar. Das ist jedoch häufig nicht nachhaltig», sagt Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn.
Obwohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Dezember den Leitzins bei 0 Prozent belassen hat, sind Hypotheken in der Schweiz im vierten Quartal wieder etwas teurer geworden. Die Richtsätze für 5- und 10-jährige Festhypotheken stiegen Ende Dezember spürbar auf 1,61 beziehungsweise 1,91 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich bei den Abschlüssen von Festhypotheken eine leichte Verschiebung hin zu Laufzeiten von 8 oder 9 Jahren. «Hypothekarnehmende setzen sich bei der Finanzierung oft eine persönliche Obergrenze. Wird sie überschritten, wählen sie Laufzeiten, die diese Vorgaben wieder erfüllen. So bevorzugen sie günstigere 8- oder 9-jährige Festhypotheken anstelle der teureren 10-jährige Festhypotheken», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert.
Ein wachsender Teil der Schweizer Bevölkerung schaut zuversichtlich auf die eigene finanzielle Zukunft. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von comparis.ch. 27 Prozent erwarten eine Verbesserung – deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Wer mit besseren Finanzen rechnet, setzt dabei in erster Linie auf ein höheres persönliches Einkommen, etwa durch einen Bonus, eine Lohnerhöhung oder einen besser bezahlten Job. «Der finanzielle Optimismus beruht vor allem auf individuellen Einkommenshoffnungen und weniger auf staatlichen Entlastungen», sagt Comparis- Finanzexperte Michael Kuhn.
Der Preisanstieg bei Wohnen und Mobilität hat sich deutlich verlangsamt: In den vergangenen drei Jahren legte der Comparis-Womo-Preisindex nur noch um insgesamt 2,8 Prozent zu – weniger dynamisch als zwischen 2020 und 2023 und nahezu im Gleichschritt mit dem Landesindex für Konsumentenpreise (LIK). Doch die Entwicklung verläuft unterschiedlich: Während Heizenergie deutlich günstiger wurde, steigen die Wohnungsmieten weiter spürbar an. «Bei den Mieten bleibt das Angebot deutlich hinter der Nachfrage zurück – das treibt die Preisdynamik zusätzlich an», so Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert.
Comparis-Gründer Richard Eisler hat 100 Prozent der Comparis-Gruppe übernommen und ist damit neu Alleinaktionär der Decisis Holding AG. Der Mitbegründer und langjährige Aktionär Johann Burkhard hat im Zuge der bevorstehenden Pensionierung seinen Anteil an der Firma veräussert.
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