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Der Bundesrat hat heute die Branchenvereinbarung für Grund- und Zusatzversicherungen als rechtsverbindlich erklärt. Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly kritisiert: «Der Bundesrat hat die Branchenvereinbarung der Krankenkassen als allgemeinverbindlich erklärt, obwohl sie in zwei wesentlichen Punkten den Willen des Parlaments nur schwammig umsetzt.» Grund: Das Parlament verlangte explizit eine Gleichbehandlung externer und angestellter Versicherungsvermittler, die Branchenvereinbarung Versicherungsvermittlung BVV der Krankenkassen thematisierte diese Forderung mit keinem Wort. Zudem wird die ebenfalls vom Parlament geforderte «wirtschaftliche Vergütung der Vermittlertätigkeit» lediglich bei den Provisionen und nicht bei den Vollkosten geregelt.
Diesen Herbst droht den Versicherten zum dritten Mal in Folge ein erneuter happiger Prämienaufschlag bei der Krankenkasse. Doch bereits in der Vergangenheit war das Sparpotenzial riesig. Wer vor 10 Jahren von der teuersten zur billigsten Krankenkasse gewechselt und dort geblieben wäre, hätte bis Ende 2024 über 35’000 Franken sparen können. Selbst ohne Wechsel von Franchise und Modell wäre das Geld für einen Kleinwagen zusammengekommen. Je nach Ort sind die Durchschnittsprämien in den letzten 10 Jahren um 40 bis 60 Prozent gestiegen. Das zeigt eine Analyse von Comparis in den 8 grossen Kantonshauptorten. «Insbesondere die Versicherten, die nie wechseln, bezahlen in der Regel zu hohe Krankenkassenprämien», sagt Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly.
Comparis-Konsumentenpreisindex Juli 2024. Laut dem Comparis-Konsumentenpreisindex sind im Juni 2024 die Preise für Alltagsgüter in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent gestiegen. Die Nahrungsmittelpreise sind in dieser Zeit um 0,4 Prozent gefallen.
70 Prozent der Erwachsenen unter 35 Jahren rechnen mit einer besseren finanziellen Situation in 5 Jahren. Das ist ein deutlich höherer Anteil als bei den älteren Generationen. «Der erste volle Lohn, die ersten Karriereschritte und die damit verbundenen Möglichkeiten sind nach wie vor ein Booster für die finanzielle Zuversicht», sagt Comparis-Consumer-Finance-Experte Michael Kuhn. Der Zukunftsoptimismus bei der jüngeren Generation zeigt sich auch beim Umgang mit Geld: Keine Altersgruppe investiert mehr in Anlagen und spart das Geld häufiger als die 18- bis 35-Jährigen.
Eine Analyse der Offertanfragen bei comparis.ch zeigt über die letzten 5 Jahre einen klar negativen Trend bei der Nachfrage nach Spitalzusatzversicherungen. «Immer mehr Operationen werden ambulant durchgeführt. Darum ist es höchste Zeit, dass Krankenzusatzversicherungen nicht mehr zwischen ambulant und stationär unterscheiden», findet Comparis-Krankenkassenexperte Felix Schneuwly. Am meisten nachgefragt wird bei den Zusatzversicherungen «Spital Allgemein ganze Schweiz.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat zum zweiten Mal in Folge den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf neu 1,25 Prozent gesenkt. Damit haben sich neben Saron-Hypotheken auch Festhypotheken, nach einem leichten Anstieg von Ende März bis Anfang Juni, wieder deutlich vergünstigt. 10-jährige Festhypotheken wurden zuletzt für durchschnittlich rund 1,7 bis 2,2 Prozent angeboten, während Saron-Hypotheken um die 1,8 bis 2,2 Prozent kosteten.
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