HELPads





Neue Studie von Avenir Suisse




Pressemitteilung





Pressetitel

Neue Studie von Avenir Suisse

Autor/Erfasser/Quelle

Avenir Suisse

Publikationsdatum

19.05.2020

Firmenporträt

Firmenporträt Avenir Suisse


- - - - - - - - - - START HELP.CH - PRESSEMITTEILUNG - - - - - - - - - -

19.05.2020, Zürich - Die Covid-19-Pandemie befeuert Ängste vor Mangellagen, vielerorts wird deshalb eine Rückverlagerung von Produktionsstätten in die Schweiz gefordert. Bei einer Re-Nationalisierungsstrategie hätte die Schweiz jedoch viel zu verlieren. Mit einer Aussenhandelsquote von 96% ist die internationale Verflechtung Grundlage des hiesigen Wohlstands. Die Autoren der neuen Avenir-Suisse-Studie ziehen mehrere wirtschafts- und gesundheitspolitische Lehren aus der aktuellen Pandemie, und sie setzen zur Vermeidung zukünftiger Mangellagen auf das Prinzip Versorgungssicherheit statt Selbstversorgung. Versorgungssicherheit kann mit einer breiten Diversifikation der Bezugsquellen garantiert werden, während selbst bei einem hohen Selbstversorgungsgrad die Schweiz immer noch auf die Importe von Hilfsstoffen angewiesen wäre.


Auch wenn die Forderungen nach "De-Globalisierung" immer lauter werden: Eine Re-Nationalisierung von Wertschöpfungsketten ist keine geeignete Strategie zur erfolgreichen Bewältigung der aktuellen und keine Vorsorge für künftige Pandemien - Viren werden nicht durch Güter übertragen. Als "Globalisierungsweltmeisterin" und grösste Nutzniesserin des EU-Binnenmarkts hätte die Schweiz wirtschaftlich viel zu verlieren. Seit 2002 - dem Inkrafttreten der Bilateralen I - ist die Aussenhandelsverflechtung um über 15 Prozentpunkte gestiegen. Insgesamt profitieren rund 1.9 Millionen Beschäftigte direkt vom Zugang zu ausländischen Märkten, zusammen mit den indirekten Effekten dürfte es jeder zweite Beschäftigte in der Schweiz sein.

Zur befürchteten Mangellage an Gütern des täglichen Bedarfs ist es trotz temporär leerer Regale nicht gekommen. Nun den Selbstversorgungsgrad zu erhöhen - wie oft gefordert - führt in die Irre, denn der Import von Hilfsstoffen in der Lebensmittelproduktion würde weiter zunehmen. Besser ist es, in die Versorgungssicherheit zu investieren. Sie ist dann am besten garantiert, wenn die Bezugsquellen breit diversifiziert sind, beispielsweise durch den Abbau von Handelshemmnissen mittels entsprechender Abkommen. Die Diversifikation auf Beschaffungs- wie Absatzseite stärkt die Resilienz einzelner Unternehmen wie der Volkswirtschaft insgesamt. Auch für essenzielle Güter wie Strom oder Produkte der Gesundheitsversorgung sollte die Strategie nicht Abschottung und Autarkie, sondern Offenheit heissen. Im globalen oder zumindest europäischen Kontext lassen sich die Herausforderungen besser meistern. Das Strom- sowie das Gesundheitsabkommen mit der EU bilden dazu wichtige Grundlagen.

Aus der aktuellen Pandemie sind folgende wirtschafts- und gesundheitspolitischen Lehren zu ziehen:

Offener Aussenhandel:

- Stärkung des Multilateralismus: Exportrestriktionen verschärfen die Folgen der Pandemie. Die Schweiz sollte sich gegen Hürden bei der Ausfuhr und für den Multilateralismus einsetzen. - Unilaterale Abschaffung der Zölle: Importe sollten dauerhaft finanziell und administrativ entlastet werden durch eine unilaterale Abschaffung der Schweizer Zölle. - Verzicht auf Investitionskontrollen: Sie tragen weder zur nationalen Sicherheit noch zur Versorgungssicherheit bei. - Umsetzung des Prinzips der Versorgungssicherheit: Statt eines möglichst hohen Selbstversorgungsgrads sollte Versorgungssicherheit angestrebt werden. Dazu gehört die Diversifikation der Bezugsquellen essenzieller Güter.

Stärkung der Gesundheitsversorgung:

- Abschluss eines Gesundheitsabkommens mit der EU: Die Schweiz sollte sich aktiv um den Abschluss und die Implementation eines bilateralen Gesundheitsabkommens mit der EU bemühen. - Personenfreizügigkeit sicherstellen: Die Personenfreizügigkeit ist beizubehalten. Grenzgänger und die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte - insbesondere solche aus der EU - stützen die Schweizer Wirtschaft. - Optimierung der Pflichtlagerbewirtschaftung: Die Bewirtschaftung der Pflichtlager muss optimiert werden und soll sich auf die wirklich lebensnotwendigen Güter beschränken. Dazu gehören u.a. Produkte für die Gesundheitsversorgung und Lebensmittel.

Pressekontakt:

Weitere Auskünfte:

Patrick Dümmler (+41 76 532 53 16, patrick.duemmler@avenir-suisse.ch)

und Peter Grünenfelder (+41 79 458 08 63, peter.gruenenfelder@avenir-suisse.ch)



Über Avenir Suisse

Avenir Suisse entwickelt Ideen für die Zukunft der Schweiz. Der Think-Tank identifiziert relevante Themen, weist frühzeitig auf Handlungsbedarf hin und erarbeitet Lösungsvorschläge.

Die Ideen von Avenir Suisse sollen in Politik und Gesellschaft den Boden für zukünftige Reformen bereiten. Dreh- und Angelpunkt der Arbeit von Avenir Suisse ist die langfristige Erhaltung und Weiterentwicklung der Prosperität der Schweiz.

Avenir Suisse entwickelt mit einem eigenen Research-Team im Austausch mit Forschungsinstitutionen aus dem In- und Ausland wissenschaftliche, primär ökonomisch fundierte Reformvorschläge.

Besondere Anliegen von Avenir Suisse sind der offene Diskurs mit Politik und Wirtschaft sowie die verständliche und zielgruppenorientierte Kommunikation der Forschungsergebnisse.



Quellen:
  HELP.ch


- - - - - - - - - - ENDE HELP.CH - PRESSEMITTEILUNG - - - - - - - - - -

Quelle: news aktuell | Publiziert am 19.05.2020 | Aktualisiert um 10:08 Uhr


Weitere Informationen und Links:

 Avenir Suisse (Firmenporträt)
 Artikel 'Neue Studie von Avenir Suisse'auf Swiss-Press.com
 Weitere Nachrichten der Branche





Aktuelles Wetter in Zürich
Intergenerika: Generika und Biosimilars leisten substanziellen und dynamisch wachsenden Beitrag zur Kostend Intergenerika, 14.07.2020
Comparis-Umfrage zur Kundenzufriedenheit: Sanitas auf Platz 1 Sanitas Krankenversicherung, 14.07.2020
Holcim Kreislaufwirtschaft am Bau: Einkaufszentrum Porta Samedan entsteht mit ressourcenschonendem Beton und Zement Holcim (Schweiz) AG, 14.07.2020

15:01 Uhr SF Tagesschau
Anleger haben Lust, in Start-ups zu investieren »


15:01 Uhr Cash Wirtschaft
Banken - Citigroup verdient wegen Corona-Krise deutlich weniger »


14:31 Uhr Computerworld
SAP und Siemens schliessen Allianz »


14:31 Uhr NZZ
Singapurs Lockdown hat einen beispiellosen Wirtschaftseinbruch ... »


11:41 Uhr SNB News
2020-07-14 - Geldmarkt-Buchforderungen der Schweizerischen ... »


Azzaro
CHF 24.90 statt 77.90
Denner AG    Denner AG
Burberry
CHF 29.90 statt 69.90
Denner AG    Denner AG
Bvlgari
CHF 39.90 statt 87.90
Denner AG    Denner AG
Calvin Klein
CHF 34.90 statt 71.90
Denner AG    Denner AG
Cerruti
CHF 29.90 statt 119.90
Denner AG    Denner AG
Davidoff
CHF 34.90 statt 111.00
Denner AG    Denner AG
Alle Aktionen »
Fitness, Coaching
Noir GmbH, Café, Laden, Kaffeerösterei, Kaffeeworshop, Onlineshop
Altersheim, Pflegeheim
Agentur für Kommunikation
Lieferdienst
Apotheke, Schmerz-Check, Medikamente, Kopfschmerz-Check, Blutdruckservice, Cholesterinservice
Treuhand, Vorsorge, Todesfall, Bestattung, Steuern
Gebäudereinigung, Dachreinigung, Unterhalt, Boden schleifen
Pensionskasse, Vorsorge
Alle Inserate »

5
23
27
28
32
37
6

Nächster Jackpot: CHF 5'200'000


15
17
23
30
38
2
7

Nächster Jackpot: CHF 28'000'000


Aktueller Jackpot: CHF 1'167'569


Untitled


Abonnieren Sie unseren News­letter



Newsletter