auto-schweiz-Direktor Thomas Rücker kommentiert die Entwicklung in den ersten neun Monaten: "Der Schweizer Nutzfahrzeugmarkt bleibt wegen Konjunktursorgen und sich weiter abzeichnender Planungsunsicherheiten im Rückwärtsgang. Die steigenden Immatrikulationen von elektrischen Nutzfahrzeugen sind ein ermutigendes Zeichen. Aber es braucht deutliche Fortschritte bei den Rahmenbedingungen, um die Elektrifizierung der Fuhrparks von KMU, Gewerblern und Transportunternehmen zu beschleunigen". Die Schnellladeinfrastruktur ist zu wenig für Lastwagen ausgelegt; und die Fuhrunternehmen benötigen Klarheit, wie es mit der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe für elektrische Antriebe nach 2030 weitergeht. Die Diskussionen um weitere Kostenbeiträge der E-Mobilität für die Strasseninfrastruktur helfen nicht, die Attraktivität zu steigern. Thomas Rücker sagt: "Im gewerblichen Güterverkehr sind Planungssicherheit bei Investitionen sowie die Totalbetriebskosten existenziell. Tarifobergrenzen und andere Massnahmen müssen langfristig verbindlich verankert werden."
Im Segment der schweren Nutzfahrzeuge wurden in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 3'106 Neuzulassungen verzeichnet. Das entspricht einem Rückgang von 14,5 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Nahezu alle Gewichtsklassen waren von diesem Minus betroffen; einzig in den Kategorien zwischen 3,5 bis 8 als auch 16 bis 18 Tonnen konnte ein leichtes Plus erzielt werden. Seit Jahresbeginn gelten für die schweren Nutzfahrzeuge ab 16 Tonnen ebenfalls CO2-Zielwerte. Zugleich waren die bislang geltende Befreiung elektrisch betriebener Lastwagen von der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) sowie die Möglichkeit der Auflastung für die Nutzlastkompensation die Haupttreiber für die aufstrebende Elektromobilität: 614 der neu immatrikulierten schweren Nutzfahrzeuge fahren reinelektrisch - ihr Anteil von rund 20 Prozent konnte sich entwickeln, weil die Minderbetriebskosten die beträchtlichen Mehrkosten bei der Anschaffung zu amortisieren vermochten.
Bei den leichten Nutzfahrzeugen (Lieferwagen und leichte Sattelschlepper bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) resultiert nach drei Quartalen ein Rückgang zum Vorjahr von 8,5 Prozent auf 20'568 Neuzulassungen. Die leichten Nutzfahrzeuge, die wegen ihrer hohen Bedeutung für KMU und Handwerksbetriebe als Konjunkturindikator gelten, spiegeln damit die verschlechterten Konjunkturaussichten wider.
Ein Blick auf die Entwicklung der unterschiedlichen Antriebe zeigt, dass ähnlich wie bei den Personenwagen Plug-in-Hybride und reinelektrische Antriebe in den ersten drei Quartalen zugelegt haben. Reinelektrische Modelle haben mit 2'627 Zulassungen gegenüber dem Vorjahr um 78% zugelegt und machen knapp 13 Prozent der neu in Verkehr gesetzten Fahrzeuge aus. Das spiegelt die Anstrengungen der Fahrzeughersteller wider, mit einem deutlich ausgebauten Angebot an elektrifizierten Modellen auf die vom Bundesrat rückwirkend auf Anfang Jahr in Kraft gesetzte CO2-Verordnung mit 20 Prozent strengeren Vorgaben für Lieferwagen zu reagieren. Dennoch bleibt es dringlich, die elektrisch angetriebenen leichten Nutzfahrzeuge weiter zu entlasten, um den Durchbruch bei den Antrieben in dieser wichtigen Fahrzeugkategorie zu erreichen. Denn rein fossil betriebene Fahrzeuge machen nach wie vor den Löwenanteil der Neuzulassungen aus.
Bis Ende September dieses Jahres wurden 4'495 neue Personentransportfahrzeuge in Verkehr gesetzt, was einem deutlichen Rückgang von 22,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist das Segment der Wohnmobile, deren Zulassungen innert Jahresfrist um 26,7 Prozent von 5'117 auf 3'750 Fahrzeuge gesunken sind. Damit dürfte der durch die Pandemie entstandene "Hype" um Wohnmobile ein Ende gefunden haben. Auch bei den Cars ist ein markanter Rückgang zu verzeichnen: Ihre Zahl fiel um 19,3 Prozent auf 150 Fahrzeuge. Damit haben die Nachholeffekte aus den pandemiebedingten Investitionsverschiebungen des Vorjahres ein Ende gefunden.
Gemeinsam mit den 168'927 neu zugelassenen Personenwagen wurden von Januar bis September 2025 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 197'096 neue Motorfahrzeuge registriert. Das sind 10'542 weniger als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres (207'638), was einem kumulierten Minus von 5,1 Prozent entspricht.
Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf
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auto-schweiz ist die Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure. Unsere Mitglieder vertreiben über rund 4’000 Markenhändler in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein Personenwagen und Nutzfahrzeuge (leichte bis 3,5 Tonnen und schwere ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht), Busse sowie Cars im Wert von über 10 Milliarden Franken pro Jahr.
auto-schweiz erbringt Dienstleistungen für die Mitglieder und die Öffentlichkeit, unter anderem in den Bereichen Verkehrs- und Umweltpolitik, Statistik sowie Motorfahrzeugtechnik.
Politisch setzt sich auto-schweiz für die Motorfahrzeugbranche, den motorisierten Individualverkehr sowie für die Automobilistinnen und Automobilisten ein.
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Quelle: news aktuell | Publiziert am 20.10.2025 | Aktualisiert um 09:09 UhrDie Pressemitteilung Konjunktursorgen belasten den Nutzfahrzeugmarkt wurde publiziert von auto-schweiz am 20.10.2025 (Zwanzigster Oktober). Die Meldung Konjunktursorgen belasten den Nutzfahrzeugmarkt hat die ID News-HLP-44-1823388.
| auto-schweiz Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Konjunktursorgen belasten den Nutzfahrzeugmarkt' auf Swiss-Press.com |
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